Eduard Bischoff – Holzschnitte – Erinnerungen an Ostpreußen

Stillgeschwiegen! – Die Vertriebenen in der SBZ und DDR
Etwa 4,3 Millionen Vertriebene kamen in die spätere DDR, in das Gebiet der heutigen fünf Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie nach Ost-Berlin. Auf die Gesamteinwohnerzahl der SBZ und DDR gerechnet waren etwa 25 % der Bevölkerung Vertriebene.
Etwa 4,3 Millionen Vertriebene kamen in die spätere DDR, in das Gebiet der heutigen fünf Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie nach Ost-Berlin. Auf die Gesamteinwohnerzahl der SBZ und DDR gerechnet waren etwa 25 % der Bevölkerung Vertriebene.
Mehr als vier Jahrzehnte lang wurde das Lebensschicksal dieser Menschen ausgeblendet und in die private, familiäre Erinnerung abgedrängt. Die politisch verordnete Verschmelzung der Vertriebenen mit der DDR- Gesellschaft und auch deren wirtschaftliche Etablierung mag oberflächlich betrachtet gelungen sein. Eine emotionale und historische Aufarbeitung, die das subjektive Empfinden über die offizielle Negierung des traumatischen Schicksals berücksichtigt, Empathie erzeugt und Interesse am Thema zugelassen hätte, fand bisher nur unzureichend statt.
Die Sonderausstellung, die vom Zentrum gegen Vertreibungen vorbereitet wurde, ist vom 07. Februar – 19. April 2026 im Kulturzentrum Ostpreußen zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Eine Ausstellung des Zentrums gegen Vertreibungen

EDUARD BISCHOFF – Holzschnitte
25.04.2026 – 12.07.2026
Das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen zeigt vom 10. Oktober 2026 bis zum 9. Januar 2027 die Ausstellung Eduard Bischoff: Holzschnitt – Erinnerungen an Ostpreußen“. Anhand von rund 50 originalen Werken, überwiegend Holzschnitte, zeigt die Ausstellung wie der Verlust der Heimat Ostpreußen in den 1950er und 1960er Jahren künstlerischen Ausdruck fand.
Eduard Bischoff wurde 1890 in Königsberg geboren und studierte zwischen 1910 und 1914 Kunst an der Akademie in Königsberg. Nach dem Ersten Weltkrieg war er als freischaffender Künstler in Königsberg tätig, bis er 1936 als Professor an die dortige Kunstakademie berufen wurde. Nach dem Krieg baute er sich in der Künstlersiedlung Halfmannshof bei Gelsenkirchen eine neue Künstlerexistenz auf und starb 1974 in Soest. Sein ganzes Leben lang reiste er viel und weit durch Europa, in den Nahen Osten und bis nach Westafrika.
Die Ausstellung zeigt erstmals in Ellingen umfangreich die Holzschnitte Eduard Bischoffs aus der Nachkriegszeit. In drei Mappen beschäftigte sich der Künstler intensiv mit dem persönlichen Verlust der Heimat in Ostpreußen. Daneben fand er aber auch Zugang zu neuen Themen. Es zeigt sich die Beschäftigung mit der neuen Heimat genauso wie religiöse Motive und solche, die er bei seiner Reise nach Westafrika kennengelernt hatte.
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