Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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November 2021

Heinz Tiessen – 50. Todestag


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Heinz Tiessen – 50. Todestag

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November 2021



Komponist
* 10. April 1887 in Königsberg i. Pr.; † 29. November 1971 in West-Berlin

In Königsberg als Sohn des Gerichtsassessors und späteren Königlichen Landgerichtsdirektors Dr. Philipp Tiessen und dessen musikalisch und künstlerisch begabter Ehefrau Margarethe Kob geboren, verbrachte Heinz Tiessen (eigentl. Richard Gustav Heinrich Tiessen) seine Kindheit (von 1892 – 1899) in Bartenstein, wo er in das Humanistische Gymnasium eintrat.

Anschließend verlebte er entscheidende Jugendjahre in Allenstein, das ihn besonders prägte und wo er seine Reifeprüfung am Humanistischen Gymnasium ablegte. Dem Wunsch seines Vaters folgend, schrieb er sich 1905 für das Jurastudium in Berlin ein, wechselte jedoch nach einem Semester zu Philosophie und Literatur. Zudem studierte er am Sternschen Konservatorium Komposition, Theorie und Dirigieren.

1913 entstand seine Naturtrilogie für Klavier, die durch Eduard Erdmann und Wilhelm Backhaus im In- und Ausland erfolgreich aufgeführt wurde. Sie ist eine Hymne auf die ostpreußische Heimat. Die Titel der drei Sätze lauten nämlich: Einsamkeit – Auf dem Gipfel der toten Düne, Barcarole – Am Kurischen Haff und Notturno Tempestoso – Nacht am Meere.

Weitere Stationen seines überaus abwechslungsreichen Lebens waren u. a. die Position als Musikkritiker bei der Allgemeinen Musikzeitung (1911 – 1917), die durch den von ihm bewunderten Richard Strauss vermittelte Stelle als Korrepetitor am Königlichen Opernhaus (1917/1918), Kapellmeister und Hauskomponist an der Volksbühne in Berlin (1918 – 1921), Dirigent des Akademischen Orchesters der Universität Berlin (1920 – 1922) sowie Lehrer für Komposition und Theorie an der Hochschule für Musik (1925- 1945). Später, also von 1946 – 1949, leitete er das Städtische (vormals Sternsche) Konservatorium und 1949 – 1955 die Abteilung für Komposition und Theorie an der Berliner Musikhochschule.

Bedeutende Schüler „des Allensteiners aus Königsberg“ waren unter anderem Eduard Erdmann und Sergiu Celibidache.

Bedeutende Kompositionen sind die Sinfonie “Stirb und Werde“. Außerdem das “Vorspiel zu einem Revolutionsdrama”, “Konzertante Variationen für Klavier und Orchester” sowie Kammermusik, darunter vor allem das “Amsel-Septett”.

Der Nachlass dieses Vertreters des sog. musikalischen Expressionismus wird seit 1978 in der Berliner Akademie der Künste gepflegt.



Quellen:
Internationales Biographisches Archiv 33/1976 vom 2. August 1976

Silke Osmann, In: Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 14-12 vom 07. April 2012

Manfred Schlösser, In: Für Heinz Tiessen, 1887-1971
Aufsätze, Analysen, Briefe, Erinnerungen, Dokumente, Werkverzeichnis, Bibliographie, 1979

https://dewiki.de/Lexikon/Heinz_Tiessen#Leben

https://www.rieserler.de/komponist-autoren/tiessen-heinz-1887-1971/

Ostdeutsche Gedenktage 1981, Bund der Vertriebenen – Vereinigte Landsmannschaften und Landesverbände – Referat für Kultur und staatsbürgerliche Bildung, 1980

 

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