Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

Historisches
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Historische Kalenderblätter

Ernst Ludwig von Borowski - 280. Geburtstag

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Juni 2020
 


 

 

17.06.1740 in Königsberg – 10.11.1831 in Königsberg

 

Ernst Ludwig von Borowski wurde am 17.06.1740 in Königberg als Sohn des Lackfabrikanten und Hofglöckners der Schloßkirche Andreas Ernst von Borowski geboren. Das Engagement des Vaters im Gemeindeleben Königsbergs zeichnete den beruflichen Werdegang des Sohnes vor. Er besuchte ab 1746 das Collegium Fridericianum und begann bereits mit 15 Jahren das Studium der Theologie an der Albertus-Universität Königsberg. Hier hörte er auch Kant und war von dessen Vorlesungen zutiefst beeindruckt. Er wurde ein eifriger Schüler Immanuel Kants, über den er die erste, von Kant noch selbst durchgesehene Biographie verfasste. („Darstellung des Lebens und Charakters I. Kants“, veröffentlicht 1804 in Königsberg)

 

Noch nicht 18 Jahre alt, wurde Borowski von Kant als Hauslehrer an den General von Knobloch empfohlen, wirkte dann ab 1762 als Feldprediger beim Regiment Lehwald in Bartenstein. 1770 erfolgte die Ernennung zum Erzpriester in Schaaken und 1782 schließlich die Berufung an die Neuroßgärter Kirche in Königsberg. Mit dem Ruf nach Königsberg begann Borowski seine Karriere in der kirchlichen Verwaltung und leitete das kirchliche Leben der Provinz mit fester Hand im Geiste des Pietismus. Rasch stieg er vom preußischen Schul- und Kirchenrat(1793), Oberkonsistorialrat(1809), Generalsuperintendenten(1812) bis zum evangelischen Bischof (1816) in Königsberg auf. Den Höhepunkt seines Lebensweges erreichte der inzwischen 89 jährige Geistliche mit der Ernennung zum Erzbischof der evangelischen Kirche Preußens im Jahre 1829. Seine Bedeutung beruht im Besonderen auf seiner Persönlichkeit und Wirksamkeit in Predigt und Seelsorge, Verwaltung und Schulwesen.

 

Mit der königlichen Familie stand Borowski seit der schweren Krise Preußens in den Napoleonischen Kriegen in engem Kontakt und Seelsorgeverkehr. Als König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise im Jahr 1807 in Königsberg residierten, richtete Borowski das Königspaar mit seinem kraftvollen und glaubensstarken Zuspruch auf und bewahrte sie so vor dem Zusammenbruch. Beide haben ihm immer wieder ihre Dankbarkeit bezeugt. Besonders eng gestaltete sich das Verhältnis Borowskis zur Königin, die ihn an ihren privaten religiösen Betrachtungen teilnehmen ließ. Nach dem Tode der Königin am 19.07.1810 nahm er sich des tiefgebeugten Königs an und stand mit ihm fortan in jahrelangem Briefwechsel. Der König hat später gegenüber dem Potsdamer Oberhofprediger Eylert bezeugt, was Borowski ihm damals bedeutet hatte: „Das Unglück der Zeit, welches mich, mein Haus und Land getroffen, übertünchte er nicht mit einschläfernden Entschuldigungen; er deckte es vielmehr in seinen wahren Grundursachen freimütig auf, legte diese mir klar vor Augen und schonte mich nicht. – Die ernste, oft schneidende Freimütigkeit entfernte mich nicht; zog mich vielmehr, da sie sichtbar der Ausfluß der reinsten Teilnahme, ich muß sagen, einer gewissen frommen, zärtlichen Besorgnis war, um so inniger zu dem originellen, herrlichen Mann hin, und sein Umgang wurde mir unentbehrlich.“

 

Für seine Verdienste wurde Borowski von König Friedrich Wilhelm III. im Jahre 1831 als erster seines Standes seit 1701 mit dem Schwarzen Adlerorden ausgezeichnet.

 

Auch seine Heimatstadt Königsberg ehrte Borowski, „der die Überwindung der Franzosenzeit in Ostpreußen verkörperte“, durch ein Denkmal vor der Neuroßgärter Kirche, das im Juni 1907 enthüllt wurde. In einer Zeit politisch-gesellschaftlicher Umstürze und tiefgreifender theologischer Auseinandersetzungen verkörperte Borowski Kontinuität und Offenheit für neue Entwicklungen zugleich. Für die Verbreitung der Bibel wirkte Borowski noch in hohem Alter ab 1814 als Präsident der Preußischen Bibelgesellschaft. Auch an der litauischen Bibelübersetzung, der sogenannten „Cönigsberger Bibel“, hatte er einen wesentlichen Anteil.

 

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