wird die neue Sonderausstellung "Angekommen - Die Integration der Vertriebenen in Deutschland" feierlich im Kulturzentrum Ostpreußen eröffnet.
Die Begrüßung erfolgt durch den Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen, Wolfgang Freyberg, der zusammen mit Landrat Gerhard Wägemann, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, die Ausstellung eröffnen wird. Die Kuratorin von "Angekommen", Dr. Katharina Klotz, Berlin, wird anschließend eine Einführung in die Thematik geben.
NEUERWERBUNGEN
Nebelkrähe
Diese aus Cadiner Ton gefertigte seltene Tierplastik in Form einer Nebelkrähe stammt aus den 1930er Jahren und wurde nach einem Modell von E. Lucks in der Königlichen Majolika Werkstatt Cadinen hergestellt.
Sie wurde mit der Unterstützung des Fördervereins Kulturzentrum Ostpreußen Ellingen e.V. erworben.
PROGRAMM PFINGSTFERIEN
Mal den Elch! Unser neues Maskottchen steht Modell. Die Bilder unserer kleinen Künstler werden anschließend im Museum ausgestellt. Ca. 1 Stunde; Altersempfehlung: ab 5 Jahren
Mein Familienwappen Hast du einen besonderen Nachnamen, ein tolles Hobby oder haben deine Eltern einen seltenen Beruf? Alles kann in das eigene Wappen! Ca. 1,5 Stunden; Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Immer Dienstag und Donnerstag in den Pfingstferien
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
SONDERAUSSTELLUNG
Lötzen - Die Perle Masurens
Die Stadt Lötzen beging im Jahr 2012 den 400. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte durch den preußischen Herzog Johann Sigismund. Die Zeit von der Besiedelung Masurens bis zur Stadtgeschichte Lötzens im 20. Jahrhundert ist das Thema dieser großen und reich illustrierten Dokumentation, die mit vielen Exponaten aus eigenen Beständen veranschaulicht wird.
Die Ausstellung ist noch bis zum 21. April 2013 zu besichtigen.
SONDERAUSSTELLUNG
27. April – 8.September 2013
Angekommen.
Die Integration der Vertriebenen in Deutschland
Die Flucht und die Vertreibung von 12 bis 15 Millionen Deutschen bis weit nach Ende des Zweiten Weltkrieges war die größte Zwangsmigration in der europäischen Geschichte. Die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen war rückblickend ein Erfolg, der zu den größten Leistungen Deutschlands nach 1945 zählt. Der Weg dahin war vom Leid der Betroffenen und Spannungen zwischen Alteingesessenen und Neuankömmlingen geprägt. Die Einheimischen ignorierten weitgehend, dass sie selbst nur auf Grund der Geografie ihres Wohnortes von der Vertreibung verschont wurden. Lange blieb unklar, ob die Entwicklung positiv sein würde. Fehlender Wohnraum, Mangelernährung, soziale und wirtschaftliche Ausgrenzungen begleiteten den Weg zum Miteinander in Deutschland.
Der Wille der Vertriebenen, das Land aus den Trümmern des Krieges mit aufzubauen, sowie für ein Europa in Frieden zu arbeiten, war wesentlicher Teil des Erfolges. Die Angekommenen wurden aber nicht einfach folgenlos von der bestehenden Gesellschaft absorbiert, es kam vielmehr zu den größten politischen, sozialen und konfessionellen Veränderungen seit dem 30-jährigen Krieg. Gezeigt wird die Wanderausstellung des Bundes der Vertriebenen (BdV) ergänzt durch zahlreiche Exponate aus dem Archiv des Kulturzentrums Ostpreußen.
VORTRAG IM RAHMEN DER SONDERAUSSTELLUNG
Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV) ist mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Errichtung einer Stiftung »Deutsches Historisches Museum« am 30. Dezember 2008 als Stiftung des öffentlichen Rechts in Berlin errichtet worden. Ihr Träger ist das Deutsche Historische Museum Berlin.
Zweck der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist es, »im Geiste der Versöhnung die Erinnerung und das Gedenken an Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert im historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik und ihren Folgen wachzuhalten«.
Stand und Perspektiven ihrer Arbeit werden von Prof. Dr. Manfred Kittel, der seit 2009 Direktor der SFVV ist, im Rahmen des Begleitprogramms der aktuellen Sonderausstellung "Angekommen. Die Integration der Vertriebenen in Deutschland" in seinem Vortrag erläutert.
Anschließend laden wir alle Besucher zu Kaffee und schlesischem Mohn- und Streuselkuchen ein.