Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Lieselotte Plangger-Popp - 100. Geburtstag

 

 Mai 2013



Auf dem Gutshof Karlsfelde im Kreis Oletzko kam am 31. Mai 1913 Lieselotte Popp zur Welt. Bis zur Übersiedlung der Familie 1922 nach Königsberg verlebte sie dort ihre frühe Kindheit. Nach dem Abitur am dortigen Hufenlyzeum besuchte sie von 1933 bis 1936 die „Staatliche Meisterschule für Handwerk“, Abteilung Gebrauchsgrafik. Hier erhielt sie ihre erste fachliche und künstlerische Ausbildung in Buchdruck, Reproduktionstechnik, Lithographie, Schriftenkunde und Freihandzeichnen. Ihre ersten Berufserfahrungen machte sie anschließend im großen Verlagshaus „Gräfe & Unzer“ in Königsberg.

 

         

 

1938 ging die Künstlerin nach Hannover, um dort als Grafikerin zu arbeiten. Gleichzeitig besuchte sie die Abendschule und ließ sich bei Professor Karl Dröge in der Technik des Holzstichs ausbilden. Während dieser Zeit machte Lieselotte Popp Bekanntschaft mit Agnes Miegel, mit der sie eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Ab dem Jahr 1939 war sie Werkstattleiterin der „Wagner´schen Universitätsbuchhandlung“ in Innsbruck. Popps Tätigkeit dort sollte kriegsbedingt länger dauern als geplant. Ihren Urlaub verbrachte sie bis 1944 jedes Jahr in der ostpreußischen Heimat. Dies spiegelt sich in ihren frühen Werken wieder. Diese haben oft einen erzählenden Charakter, sind bis ins letzte Detail ausgeführt und handeln von Meer und Dünen, Haff und Kurenkähnen, der Arbeit der Fischer und dem Schicksal der um sie bangenden Frauen.

 

 

 

Nach Kriegsende nahm Popp ein Grafikstudium an der „Münchner Akademie der Bildenden Künste“ bei den renommierten Professoren Adolf Schinnerer und Willy Geiger auf. Die Akademie war damals aufgrund der kriegsbedingten Zerstörung in Haimhausen nahe München angesiedelt. Jahrzehnte später wurde die Künstlerin zur Ehrenbürgerin dieser Gemeinde ernannt. Parallel zu ihrem Studium arbeitete sie ab 1949 als freischaffende Künstlerin. In ihren Werken beschäftigte sie sich hauptsächlich mit Themen wie Flucht, Vertreibung und dem Elend der Flüchtlinge aus Ostpreußen. Popp illustrierte während dieser Zeit zahlreiche Texte von beispielsweise Agnes Miegel und Ernst Wiechert.

 

1954 heiratete sie den Südtiroler Bildhauer Hans Plangger, mit dem sie zusammen nach Bozen zog. Sie wurde dort in den „Südtiroler Künstlerbund“ aufgenommen und beteiligte sich regelmäßig an dessen Ausstellungstätigkeiten. Plangger-Popp entwarf unter anderem einige Bilderserien für den „Verband der Heimatpflege“, schuf Zeichnungen für Lese- und Realienbücher der Volksschulen und illustrierte über zwei Jahrzehnte lang den „Bozener Hauskalender“. Ihr künstlerisches Schaffen wurde 1982 mit dem „Ostpreußischen Kulturpreis für Bildende Kunst“ der Landsmannschaft Ostpreußen gewürdigt.

 

 

 

Am 19. Dezember 2002 starb Lieselotte Plangger-Popp in Meran. Sie wurde in einem Ehrengrab in Haimhausen beigesetzt.

 

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