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Veranstaltungen

Schloß Friedrichstein in Ostpreußen und die Grafen von Dönhoff (mit Begleitprogramm)
vom 20.03.2010 bis 25.07.2010
Beschreibung:
Schloß Friedrichstein in Ostpreußen und die Grafen von Dönhoff (mit Begleitprogramm)

ELLINGEN (mef) - »Schloss Friedrichsstein in Ostpreußen und die Grafen von Dönhoff« - so lautet der Titel der ersten diesjährigen Sonderschau des Kulturzentrums Ostpreußen, die nun im Westflügel des Barockschlosses in Ellingen eröffnet wurde.

»Schloss Friedrichstein ist nur noch durch Bilder bekannt, alle Reste der Ruine sind abgerissen« - so leitete Dr. Claudia Tutsch vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Potsdam ihre Vorstellung der Ausstellung über das Dönhoff-Schloss ein. Allerdings seien Teile des Einrichtung sowie früher im Schloss befindliche Kunstgegenstände vorhanden, so Tutsch weiter, da sie im Laufe der Jahrhunderte in anderen Schlösser abgegeben wurden.

Die Familie der Dönhoffs stammte ursprünglich aus Westfalen, kam um 1500 ins Baltikum und stieg im Dienste der polnischen Krone zu einer bedeutenden Adelsfamilie auf, deren Linien in den Reichsgrafen- bzw. Reichsfürstenstand erhoben wurden. Während die polnische Linie im 18. Jahrhundert ausstarb, wurden die preußischen Dönhoffs zu einer der angesehensten Familien im Land. Die Nähe zum Königshaus drückte sich auch in der Errichtung von Adelsresidenzen aus.

Schloss Friedrichstein wurde ursprünglich für Otto Magnus Graf von Dönhoff 1709 bis 1714 nach Plänen des Barockarchitekten Jean de Bodt als Stammsitz der Familie Dönhoff errichtet und stellte eines der bedeutendsten Schlösser Ostpreußens dar. Der 67 Meter breite zweigeschossige Barockbau war vor allem mit seiner Gartenfassade hervorragend in die Landschaft eingepasst. Als »Königsschloss Ostpreußens« war es wie etwa auch Schloss Finckenstein mit Räumen für einen eventuellen Besuch des Königs ausgestattet.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das zugehörige Gut von Heinrich Graf Dönhoff nach marktwirtschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet, das Schloss in den 1930er-Jahren renoviert und der Park in den früheren barocken Strukturen wieder hergestellt. Ab dem Jahr 1939 verwaltete Marion Gräfin Dönhoff bis zum Januar 1945 Gut und Schloss Friedrichsstein von Quittainen in der Nähe von Preußisch Holland aus. Die 1909 in Friedrichstein geborene Marion Gräfin Dönhoff war Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung »Die Zeit« und gilt als eine der bedeutendsten Publizistinnen der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Nach ihrer Flucht wurde das Schloss Anfang 1945 in den Kriegswirren zerstört und die Ruine 1957 abgetragen.

Die Wanderausstellung »Schloss Friedrichsstein in Ostpreußen und die Grafen von Dönhoff«, die erstmals 2009 auf Schloss Caputh zu sehen war, zeigt Schloss Friedrichstein, die dazugehörige Gutsanlage und den Park sowie Ausstattung und Sammlungen der Dönhoffs in historischen und neueren Fotografien. Texttafeln geben Einblick in die Geschichte der Adelsfamilie und skizzieren die Architektur des Schlosses Friedrichstein im Kontext anderer Schlösser. Dazu kommen weitere historische Gegenstände wie Landkarten und Bücher.

 

Die Ausstellung wurde vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Zusammenarbeit mit Dr. Kilian Heck, dem Mitherausgeber des Buches »Friedrichstein. Das Schloß der Grafen von Dönhoff in Ostpreußen«, erarbeitet.



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Grüner Salon nach Norden, um 1910



Zur Eröffnung der ersten diesjährigen Sonderschau des Kulturzentrums Ostpreußen konnte Museumsdirektor Wolfgang Freyberg den ehemaligen niedersächsischen Kultusstaatssekretär Hartmut Saager, den für die Region zuständigen Vertreter der Landsmannschaft Ostpreußen, Dr. Jürgen Danowski aus Ansbach, den Leiter der Polizeiinspektion Weißenburg Polizeihauptkommissar Peter Aschenbrenner sowie viele Mitglieder des Freundeskreises Barockstadt aus Ellingen begrüßen. Umrahmt wurde die Veranstaltung von »Höfischer Musik« aus dem 18. Jahrhundert, die Claudia Esch von der Musikschule Weißenburg am Cembalo und Fritz Klehr vom Gymnasium Hilpoltstein an der Gambe vortrugen.

 
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