Bernsteinköpfchen "Traut"
Hermann Brachert, 1941

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Regierungsbezirke und Landkreise (Stand August 1939)

Gumbinnen (Regierungsbezirk Gumbinnen)

Regierungsgebäude in Gumbinnen

Das Stadtwappen: schräg geteiltes Schild zeigt oben auf rotem Hintergrund den schwarzen preußischen Adler und auf rotem Hintergrund unten einen schwarzen Pfeil.
 

Gumbinnen (poln. Gumbiny, Gabin; seit 1946 russisch: Gussev) Von 1815 bis 1945 Kreisstadt und Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks in der Provinz Ostpreußen; 24534 Einwohner im Jahr 1939. Heute: Bezirkstadt: Bezirk Gussev (Gussevskij Rajon) im Königsberger Gebiet (Kaliningradskaja Oblast) mit ca. 29000 Einwohnern (2005).

 

Im Gebiet der sog. Großen Wildnis, in der prußischen Landschaft Nadrauen, nicht weit von der Mündung der Rominte in die Pissa lag in einer Flussschleife der Pissa das Dorf Bisserkeim (ursprünglich: Pisserkeim - Dorf am Sumpf). Das Dorf war in der ersten Hälfte des 16. Jh. zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt worden und besaß seit ca. 1545 eine Kirche, die auf Anordnung des Herzogs Albrecht erbaut wurde. Seit 1580 hieß der Ort Gumbinnen (= Krummdorf). Die Gegend war nach den Tatareneinfällen und nach der Pestepidemie aus den Jahren 1709-10 fast entvölkert. Anfang 18. Jahrhunderts ließen sich hier (in Rahmen des vom Preußenkönig ins Leben gerufenen Besiedlungsprogramms) zahlreiche protestantische Schweizer (1710), Pfälzer, Magdeburger und Nassauer nieder. Im Jahr 1724 erhob der König Friedrich Wilhelm I. den stark gewachsenen Ort zur Stadt (Gründung der Altstadt) und 1727 wurde am anderen Ufer der Rominte die Neustadt gegründet. 1726 entstand das Rathaus. 1732 siedelten sich hier die vertriebenen protestantischen Salzburger an. 1739 gründeten sie das Salzburger Hospital und die Stadt wurde zum Zentrum der Salzburger Emigranten. Im Jahr 1736 errichtete der König in der Stadt die Kriegs- und Domänenkammer als Verwaltungsbehörde für die ganze Region. Nach der Einteilung der preußischen Provinzen und nach der Gründung des Regierungsbezirks Gumbinnen im Jahr 1815 wurde sie zum Sitz der neuen Regierungsbehörde. 1757-62 war die Stadt von Russen besetzt. 1807 und 1812 kamen Franzosen in die Stadt und selbst Napoleon weilte zwischen dem 18. und 21. Juni 1812 hier. Seit 1815/1818 (Kreisstadt) wuchs die Stadt zu einer Garnison- und Beamtenstadt (drei Kasernen, Oberpostdirektion, Zollamt, Regierungsbehörden). 1860 kam es zum Anschluss der Stadt an die Eisenbahnlinie Königsberg - Eydtkuhnen. Sie entwickelte sich schnell zu einer Handels-, Gewerbe- und Industriestadt (überlandwerk, Dampfkraftwerk, Mühlenwerk, Ziegelei, Brauerei, Molkerei, Landmaschinen-, Textilien-, Möbel- und Kistenfabrik), hatte mehrere Schulen (Handels-, Landwirtschafts-, Maschinenbau-, Ober-, Berufs- und Mittelschule). Bei der Neuordnung der preußischen Provinzen 1878 blieb Gumbinnen Sitz des Regierungsbezirks. Während des 1. Weltkriegs kam es in der Gegend von Gumbinnen zum ersten großen Schlacht mit den Russen (18./19. August 1914). Auch im 2. Weltkrieg war die Gumbinner Gegend Schauplatz erbitterter Kämpfe (Panzerschlacht bei Gumbinnen vom 21.- 23. Oktober 1944). Danach lag die Frontlinie östlich von Gumbinnen bis Januar 1945. Am 21. Januar fiel die stark zerstörte Stadt in die Hände der Roten Armee.

 
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